Der Krieg in der Ukraine führt zu weltweiten Angebotsdefiziten

Ölmarkt: Der Krieg in der Ukraine führt zu weltweiten Angebotsdefiziten

Settlement ICE Gasöl gestern war 1080,25 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 1083,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,0880.

Der Krieg in der Ukraine hat zu großen Verwerfungen geführt, was die weltweite Versorgung von Rohstoffen betrifft. Unternehmen sanktionieren sich selbst, in dem sie keine Rohstoffe mehr aus Russland kaufen. Außerdem schränkt Russland selber den Export von wichtigen Gütern ein, wie beispielsweise Getreide. Viele Länder im Norden Afrikas und im Nahen Osten sind von Getreideimporten abhängig, um den Hunger in ihren Ländern zu stillen. Auch aus der Ukraine, einem großen Anbauer von Getreide, werden die Exporte fehlen. Hungersnöte könnten die Folge sein.

Auch wenn es von EU-Seite noch keine Sanktionen gegen Öl und Gas gibt, ist durch die Selbstsanktionierung vieler Unternehmen zu spüren, dass Diesel knapp wird. Ein großer Teil von fertig raffinierten Produkten, wie Diesel, wird aus Russland importiert.

Die USA, Großbritannien und die EU arbeiten an einem weiteren Sanktionspaket. Auf dem Tisch liegt ein Embargo gegen Kohle und das Schließen von Häfen für russische Schiffe. Großbritannien fordert zudem ein Zeitplan, wann ein Embargo auch Öl und Gas aus Russland treffen soll.

Gestern Abend wurden API-Bestandsdaten veröffentlicht. Mit überraschenden Bestandsaufbauten. Die Daten im Detail: Crude +1.080 M (exp. -1.558 M) / Gasoline -0.543 M / Distillates +0.593 M / Cushing +1.791 M

Im Wirtschaftskalender stehen heute DOE-Bestandsdaten aus den USA auf der Agenda.

Zurück