Der Preisanstieg geht weiter

Ölmarkt: Der Preisanstieg geht weiter

ICE Gasoil hat am Mittwochabend die Marke von 1200 USD durchbrochen.

Ukraine-Krieg

Während des Besuchs des UN-Generalsekretärs in der Ukraine gab es weitere Angriffe der russischen Armee. Diese Angriffe wurden von den Börsianern als weiteres bullishes Signal aufgenommen. Offizielle der Ukraine sehen Tanklager und Raffinerien in Russland als legitime Angriffsziele an, damit könnte sich der Krieg über die Grenzen der Ukraine ausweiten und die Preise für Rohöl und Kraftstoffe würden dann weiter steigen.

Des Weiteren werden die Preise gestützt durch die Bemühungen der EU, ein Ölembargo gegen Russland zu beschließen. Da Deutschland seine Haltung geändert hat und nach kurzfristigen Möglichkeiten sucht, sich vom russischen Öl unabhängiger zu machen, könnte auch nun die letzten Gegner eines Ölembargos innerhalb der EU zum Umdenken bringen.

Bakken Ölfeld

Extreme Wetterverhältnisse haben in North Dakota dazu geführt, dass das Bakken Ölfeld im Moment geschlossen wurde. Im Bakken Ölfeld werden täglich 800.000 Barrel Rohöl gefördert. Dieser Ausfall kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sich die Preise auf einem sehr hohen Niveau befinden. Der Ausfall könnte, je nachdem wie lange er dauert, sich nächste Woche empfindlich bei den Bestandsdaten bemerkbar machen. Die EIA hatte sogar mit einer Steigerung auf diesem Feld auf 1,2 mio. Barrel Rohöl pro Tag gerechnet, die Höchstförderung lag im Februar bei 1,09 mio. Barrel, aber im Moment hofft man, dass die Wetterverhältnisse sich in den nächsten Tagen wieder verbessern.

Iran steigert Ölexporte

Der Iran hat dieses Jahr seine Ölexporte in Richtung China um 30 % gesteigert. China ist der wichtigste Abnehmer für iranisches Öl, obwohl China die Beziehungen zu Russland auf dem Energiesektor weiter intensiviert hat. Aber der Transportweg aus dem Ural und komplizierte Zahlungsmodalitäten lassen China mehr Öl aus dem Iran importieren, auch wenn es teurer ist als das russische Rohöl. Auch die Sorge vor westlichen Sanktionen lassen China vorsichtiger agieren.

Russische Öl-Förderung dürfte weiter sinken

Experten gehen davon aus, dass die russische Förderung in nächster Zeit weiter sinken wird und wir ein weiterhin hohes bis steigendes Preisniveau beibehalten, bis mögliche Alternativen gefunden werden, die Ausfall des russischen Öls zu kompensieren. Rein rechnerisch wird heute nochmal ein Preisanstieg von 2,50 € bis 3,00 € / 100 ltr. erwartet. Regionale Preisabweichungen sind möglich, da morgen noch Monatskontrakte auslaufen.

Wir wünschen allen ein erholsames Wochenende.

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