Die hohe Volatilität hält an

Ölmarkt: Die hohe Volatilität hält an

Settlement ICE Gasöl gestern war 704,25 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 716,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,1545.

Die hohe Volatilität am Ölmarkt bleibt wahrscheinlich erstmal. Verschiedene Gründe haben dafür gesorgt, dass sich der Ölmarkt in einem (gefühlt) entfesselten Aufwärtsdrift befindet.

Anfang der Woche hat die OPEC mit ihren Verbündeten (OPEC+) entschieden, nicht mehr Öl auf die Märkte zu bringen. Man sei davon überzeugt, durch höhere Infektionszahlen im Winter und den graduellen Erhöhungen der Fördermengen, werde der Markt in der zweiten Hälfte nächsten Jahres sogar überversorgt sein.

Energiekrisen

Derweil zeichnet sich in China eine Energiekrise ab. In China fehlt es an Kohle für Strom. Durch Dürren im Frühjahr sind die Stauseen nur niedrig gefüllt. Strom wird rationiert, damit zumindest ein Teil der Produktion weiterlaufen kann.

Auch in Europa steuert man auf eine Energiekrise hin. In Großbritannien sind die Gaspreise so stark angestiegen, dass Versorger pleitegehen. Zudem ist durch einen Fahrermangel die Versorgung von Tankstellen und anderen Einzelhändlern gefährdet. Lange Schlangen an den Tankstellen und Hamsterkäufe sind die Folge.

Charttechnisch befindet sich Gasöl wieder über der 700er Marke. Der nächste Widerstand ist das Hoch von Mittwoch bei 727,25 USD. Die Nächste Unterstützung liegt bei 702,00 USD.

Im Wirtschaftskalender stehen heute die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft und die Arbeitslosenquote (beides USA) auf der Agenda.

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