Embargo tritt in Kraft, Russland trickst und China lockert

Embargo tritt in Kraft, Russland trickst und China lockert

Marktinfo vom 06. Dezember 2022 – Settlement ICE Gasoil gestern war 893,50 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 870,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,0485.

Seit gestern gilt das Embargo gegen russische Ölimporte. Es sieht vor, dass kein russisches Öl mehr auf dem Seeweg importiert werden darf. Die Europäische Union, die G7 und Australien hatten sich zuletzt auf eine Preisobergrenze von 60 USD für russisches Rohöl geeinigt. Zudem gelten Warenkreditversicherungen, Rückversicherungen, etc. nicht mehr, um russisches Öl zu finanzieren. Es stellt sich auch die Frage, ob diese Preisobergrenze Wirkung zeigen wird. Gestern hat Russland Öl nach Asien verkauft, zu einem Preis von $79/Barrel. Russland ließ zudem verlauten, dass es kein Öl an Länder verkaufen werde, welche an der Preisobergrenze beteiligt seien.

Russland ist seit Monaten dabei, weltweit Öltanker aufzukaufen. Hierzu werden neue Firmen gegründet, die ihre Sitze in anderen Ländern haben. Norwegische und griechische Eigner haben unter anderem schrottreife Tanker zu Rekordsummen verkauft. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird eine sogenannte „dark fleet“ aufgebaut. Eine „unsichtbare“ Flotte also, die russisches Öl auf anderen Wegen auf den Markt bringen soll. Von mehr als 100 Tankern ist die Rede.

China lockert derweil die Corona-Restriktionen. In Peking dürfen Geschäfte wieder öffnen. Negative PCR-Tests sind im ÖPNV nicht mehr nötig. Allerdings gelten in jeder Stadt andere Regeln. Ein Gesamtkonzept lässt sich vermissen. Die Öffnungsschritte folgten, nachdem es landesweit Proteste gegen die Maßnahmen gegeben hat. Nun wird abzuwarten sein, ob sich die Lockerungen fortsetzen, was sich positiv auf die Nachfrage nach Öl auswirken würde.

Im Wirtschaftskalender stehen heute keine relevanten Termine.

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