Fehlendes russisches Öl macht sich schon jetzt in Europa bemerkbar

Ölmarkt: Fehlendes russisches Öl macht sich schon jetzt in Europa bemerkbar

Settlement ICE Gasöl war gestern bei 1492,75 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 1637,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,0920.

Joe Biden hat gestern ein Dekret unterzeichnet, welches den Import von russischem Öl und Energie im Allgemeinen verbietet. Die USA sind nicht so abhängig von russischem Öl, wie beispielsweise Deutschland. Trotzdem hat das Importverbot Auswirkungen auf die Weltmärkte, da sich immer weniger Unternehmen, aus Angst vor Sanktionen, trauen russisches Öl zu kaufen.

Großbritannien hat ebenfalls angekündigt, auf den Import von russischem Öl zu verzichten. Bis Ende des Jahres will man den Import stoppen. Der britisch-holländische Ölmulti Shell hat verkündet, ab sofort kein russisches Öl und Gas mehr zu kaufen. Auf der anderen Seite hat die russische Regierung verkündet, dass bis Ende des Jahres ein Verbot vom Export russischer Rohstoffe umzusetzen. Welche Länder auf dieser Exportverbotsliste stehen werden, werde noch bekannt gegeben.

Währenddessen zeigt sich schon jetzt auf dem europäischen Markt eine akute Knappheit von Ölprodukten. Heizöl und Diesel aus dem ARA-Raum werden mit immensen Aufschlägen angeboten, weil es kaum noch was gibt, bzw. die Ware aus Angst vor weiterer Knappheit, zurückgehalten wird.

Gestern Abend wurden API-Bestandsdaten veröffentlicht. Die Daten im Detail: Crude: +2.811M / Cushing: -0.367M / Gasoline: -1.988M / Distillates: -5.485M

Im Wirtschaftskalender stehen heute DOE-Bestandsdaten aus den USA auf der Agenda.

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