Marktteilnehmer vermeiden russisches Öl

Ölmarkt: Marktteilnehmer vermeiden russisches Öl

Settlement ICE Gasöl gestern war 962,00 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 1045,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,1100.

Zum dritten Tag in Folge wurde ein „Rohöl Tender“ aus Russland nicht verkauft. Es finden sich keine Abnehmer. Marktteilnehmer vermeiden russisches Öl, aus Sorge vor Sanktionen. Russisches Rohöl, der Sorte Ural, wurde 18,60 USD günstiger angeboten, als die Nordseesorte Brent, und es fanden sich keine Abnehmer.

Russlands Ölexporte machen normalerweise acht Prozent der weltweiten Exporte aus. Dieses fehlende Öl wird nun an den Börsen eingepreist. Sanktionen des Westens gibt es bis jetzt nicht gegen den russischen Energiesektor.

Derweilen haben sich Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur zusammengetan, um strategische Reserven von 60 Millionen Barrel freizugeben. Viele Experten sehen diesen Schritt sehr kritisch. Die Menge entspricht in etwa der Hälfte der Tagesproduktion, der OPEC-Staaten. Also ein Tropfen auf den heißen Stein, der sofort verpufft. Außerdem würde, gerade in Krisenzeiten, eine strategische Ölreserve wichtig sein, auf die man im Krisenfall nicht mehr zurückgreifen könne.

Gestern Abend wurden API-Bestandsdaten veröffentlicht, die Daten im Detail: Cushing: -1.018M / Distillate: +0.392M / Gasoline: -2.46M / Heating Oil: +0.604M / Crude Oil: -6.058M / Crude Imports: -0.896M

Im Wirtschaftskalender stehen heute Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und den USA, Inflationsdaten aus Europa und DOE-Bestandsdaten aus den USA.

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