Öl mit starkem Preisverfall

Settlement ICE Gasöl gestern war 562,50 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 564,50 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,1780.

Die Einigung der OPEC+, das Ausbreiten der Delta-Variante und sinkende Zinsen haben gestern zu einem scharfen Abverkauf im Öl geführt. Der August-Future im Gasöl ist vom Hoch bei 594,00 USD bis zwischenzeitlich im Tief bei 552,25 USD, um 7 % eingebrochen. Solch einen starken Tagesverlust gab es zuletzt am Anfang der Pandemie.

Weltweit ist die Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen die dominierende Form, welche ansteckender als vorherige Varianten ist. In einigen Ländern sind Lockdown-Maßnahmen die Folge. Es gibt aber auch Gegenbeispiele. So hat Großbritannien seit gestern jegliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ausgesetzt. Trotz stark steigender Fallzahlen.

Beigetragen zum Preisverfall haben auch makroökonomische Gründe. So sind die Zinsen in den USA auf 10-jährige Staatsanleihen gestern stark gefallen. Kapitalintensive Unternehmen, wie die gesamte Ölindustrie in den USA können sich so günstiger Geld leihen und haben es leichter ihre Schulden zu refinanzieren. Mehr Öl auf dem Markt könnte die Folge sein.

Es gibt auch positive Werte aus den USA. Laut der Royal Bank of Canada sind die Restaurant-Buchungen in den USA so hoch, wie vor der Pandemie. Auch Flugdaten zeigten, dass so viel geflogen wird, wie seit Beginn der Pandemie nicht.

Charttechnik gerät bei so hoher Volatilität, wie im Moment etwas in den Hintergrund. Nächste Widerstände liegen bei 576,00 und 585,00 USD. Nächste Unterstützung liegt bei 534,00 USD.

Im Wirtschaftskalender stehen heute die Anzahl der Baugenehmigungen in den USA auf der Agenda.

Zurück