Uneinigkeit über Preisobergrenze für russisches Öl

Das kommende Ölembargo bestimmt das Geschehen

Marktinfo vom 25. November 2022 – Settlement ICE Gasoil gestern war 921,25 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 925,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,0420.

Innerhalb der Gruppe der G7-Staaten und der EU herrscht Uneinigkeit über die Preisobergrenze für russisches Öl, welche ab dem 5. Dezember Inkrafttreten soll. Die meisten Länder befürworten eine Obergrenze von 65 bis 70 USD. Polen und die baltischen Staaten halten 30 USD für effektiver. Als Begründung für 30 USD wird die Rentabilität der russischen Förderung gesehen, welche ab 20 USD eingeschätzt wird. Marktteilnehmer halten 65 bis 70 USD für zu hoch und kontraproduktiv. Aktuell wird russisches Öl mit einem Abschlag von 20 bis 30 USD zum aktuellen Brent-Kurs gehandelt. Brent kostet aktuell 85 USD. Eine Obergrenze, die oberhalb des aktuellen Kurses liege, sei kontraproduktiv und könne die Preise sogar nach oben treiben. Putin hat schon vor Monaten kundgetan, kein russisches Öl an Länder zu verkaufen, welche sich der Preisobergrenze anschließen. Er ist auch nicht müde, dies immer wieder zu klarzumachen.

Solange keine Einigkeit über die Preisobergrenze herrscht, befindet sich der Markt in unbekanntem „Terrain“. Am 4. Dezember trifft sich die OPEC+, um über die weitere Förderpolitik zu entscheiden. Somit warten Marktteilnehmer gespannt, was ab dem 5. Dezember, wenn die Preisobergrenze in Kraft tritt und die Entscheidung der OPEC+ steht, passieren wird.

Im Wirtschaftskalender stehen heute keine relevanten Termine auf der Agenda.

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