Unerwartete Bestandsabbauten in den USA

Anhand der jüngsten Preisschwankungen ist gut zu erkennen, dass der Markt aktuell keine eindeutige Richtung eingeschlagen hat. Die Preise bewegten sich im Laufe des gestrigen Handelstages lediglich innerhalb eines äußerst schmalen Preiskanals von sieben Dollar.

Hierbei stellte ein Wert von $449,00 den niedrigen Kurs dar und $456,00 das Tages-Hoch. Der Handel wurde am Abend bei $451,00 verlassen und notierte damit genau auf dem 10-Tagesdurchschnitt. Heute Morgen sind mit einem Wert von $454,75 leichte Steigerungen zu erkennen.

Die Bestandsdaten des Interessensverbandes API, die wie erwartet gestern Abend veröffentlicht wurden, zeigten höher Abbauten der Rohöl-Bestände als erwartet. Die sinkenden Lagerbestände führen am Morgen zu leicht steigenden Preisen. Heute Nachmittag werden die Bestandsdaten der US-Energiebehörde erwartet, die in der Regel deutlich mehr Einfluss auf die Preisentwicklung haben.

In China wurden die geringsten Corona-Neuinfektionen seit dem 11. Januar gemeldet, sodass die Hoffnung auf eine Beruhigung der aktuell angespannten Lage vor Ort weckt. In Deutschland hingegen wird darüber aktuell in Regierungskreisen darüber beraten diskutiert den Flugverkehr drastisch einzuschränken, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

Die Lage am Ölmarkt ist dementsprechend als ambivalent zu bezeichnen. Auf einer Seite Bestandsabbauten, sowie weiterhin sinkende Corona-Fallzahlen, und auf der anderen Seite die Sorge vor der großen Unbekannten Corona-Mutation.

Charttechnisch hat sich es seit gestern keine Veränderung gegeben. Es scheint sich aktuell bei einer Range von $442,00 bis $462,00 eingependelt zu haben.

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