Versorgungsengpässe treiben Öl nach oben

Ölmarkt: Versorgungsengpässe treiben Öl nach oben

Settlement ICE Gasöl gestern war 648,00 USD. Heute Morgen steht der Kurs bei 653,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,1730.

Ein Mix aus verschiedenen Gründen hat zu Versorgungsengpässen bei Öl geführt. Mehrere Hurrikans haben zu Schließungen von Offshore-Plattformen im Golf von Mexiko geführt. Große Teile sind immer noch nicht wieder in Betrieb genommen worden. An der Ostküste der USA ist die Nachfrage nach Kraftstoffen sehr hoch und es kommt nicht genügend Nachschub. Die Bestände in den USA sind auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Engpässe bei der Gasversorgung

Ein weiterer Grund sind Engpässe bei der Gasversorgung in Europa. Auch hier sind die Bestände auf einem sehr niedrigen Stand. Energiedienstleister nehmen nun vermehrt Öl als Substitut, da es vom Preis her (noch?) wirtschaftlicher ist. Hinzukommt, dass OPEC+ Probleme hat, seine geplanten Fördererhöhungen umzusetzen. Nigeria, Angola und Kasachstan scheitern an Fördererhöhungen, da in der Vergangenheit nicht genügend in die Infrastruktur investiert wurde.

China baut strategische Reserven ab

China hat die ersten Verkäufe aus seinen strategischen Reserven getätigt. 4,43 Millionen Barrel wurden bei einer Versteigerung veräußert. Diese Menge, so Analysten, reiche aber nicht aus, um Entspannung in die Versorgungslage zu bringen.

Charttechnisch hat es Gasöl über den Widerstand von 643,00 USD geschafft. Diese Marke stellt nun eine Unterstützung dar. Die nächste Unterstützung liegt bei 637,00 USD. Die nächsten Widerstände liegen bei 664,00 und 670,00 USD.

Im Wirtschaftskalender stehen heute der ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland und Verkäufe bestehender Häuser in den USA auf der Agenda.

Zurück