Widersprüchliche Aussagen führen zu Turbulenzen an den Märkten

Ölmarkt: Widersprüchliche Aussagen führen zu Turbulenzen an den Märkten

Settlement ICE Gasöl gestern war 1178,75 USD (April Future). Heute Morgen steht der Kurs bei 1124,00 USD. Das Währungspaar EUR/USD steht bei 1,1060.

Widersprüchliche Aussagen und neue Entwicklungen haben den Ölpreis gestern stark fallenlassen. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in den USA, hat gestern verlauten lassen, dass man bemüht sei, die OPEC-Staaten zu überzeugen, mehr zu fördern, um so den Ausfall aus Russland zum Teil kompensieren zu können. Später hat dann der Energieminister der VAE dies dementiert und gesagt, dass man an der geplanten Förderpolitik festhalten wolle.

US-Diplomaten haben derweil Gespräche mit Venezuela aufgenommen. Ziel sei es, die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA wieder zu normalisieren. Im Zuge dessen wurden zwei inhaftierte amerikanische Staatsbürger freigelassen. Eine Lockerung von Sanktionen wurde in Aussicht gestellt. So könnte das Land mit den größten Rohölvorkommen der Welt, wieder mehr Öl exportieren.

In der Spitze ist der März-Future (der heute ausläuft) um über 35 % vom Hoch gefallen, um dann zum Settlement „nur“ 9 % niedriger zu stehen. Die amerikanische Rohölsorte WTI wurde zwischenzeitlich, aufgrund zu hoher Volatilität, vom Handel ausgesetzt. Diese extremen Bewegungen zeigen die extreme Unsicherheit am Markt. Zudem wird es viele Zwangsliquidierungen gegeben haben, weil Kunden ihre Sicherheitsleistungen bei ihren Brokern nicht mehr erfüllen konnten.

Gestern Nachmittag wurden DOE-Bestandsdaten veröffentlicht. Die Daten im Detail: Crude: -1.863M / Cushing: -0.585M / Gasoline: -1.405M / Distillates: -5.231M

Im Wirtschaftskalender stehen heute der Zinsentscheid der EZB und US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda.

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